Der Weltcup-Sonntag in Lenzerheide verlief für Thömus maxon enttäuschend. Während Alessandra Keller nach einem frühen Sturz keine Chance mehr auf einen Spitzenplatz hatte, konnten auch die Männer nicht in die Bresche springen. Trotzdem nimmt das Team viel Positives aus der Lenzerheide mit: Der dritte Rang von Alessandra Keller im XCC und die erfolgreiche Premiere des 32-Zoll-Bikes bleiben in Erinnerung.
Bereits das Rennen der Frauen begann für Thömus maxon denkbar schlecht. Die Schweizer Meisterin Alessandra Keller stürzte in der ersten Abfahrt heftig und verlor dabei viel Zeit. Als Keller wieder ins Renngeschehen eingreifen konnte, fand sie sich nur noch auf Position 45 wieder.
Keller bewies jedoch einmal mehr ihren grossen Kampfgeist und startete eine beeindruckende Aufholjagd. Runde um Runde machte sie Plätze gut und kämpfte sich zwischenzeitlich bis in die Top 15 vor. Auf der letzten Runde musste Keller den Anstrengungen etwas Tribut zollen. Sie verlor nochmals einige Positionen und überquerte die Ziellinie schliesslich auf dem für sie enttäuschende 19. Rang.
Keiner kann in die Bresche springen
Auch bei den Männern lief an diesem Sonntag praktisch nichts zusammen. Keiner der drei Thömus-maxon-Fahrer konnte die erwartete Leistung abrufen. Zu den sportlichen Schwierigkeiten kamen zudem technische Probleme und Defekte hinzu, welche an der Moral der Fahrer nagten und für Resultate, ausserhalb der Top 30 sorgten.
Näf: «Das gehört zum Spitzensport»
Teammanager Ralph Näf zog Bilanz: «Wir hatten eine super Woche, aber resultatmässig war es heute ein Tag zum Abhaken. Das gehört zum Spitzensport. Letztes Jahr haben wir hier mit Alessandra gewonnen. Heute waren wir weit davon entfernt. Doch genau an solchen Tagen entwickeln sich die Athletinnen und Athleten und wir als Team weiter.»
Trotz der enttäuschenden Resultate nimmt das Team viele positive Eindrücke aus der Lenzerheide mit. Bereits am Freitag setzte Alessandra Keller mit Rang drei im Short Track ein starkes Ausrufezeichen und sorgte vor heimischem Publikum für einen Podestplatz. Gleichzeitig lieferte die Premiere des 32-Zoll-Bikes wertvolle Erkenntnisse und bestätigte das grosse Potenzial des innovativen Projekts.
Dankbar für Heimrennen und Blick nach vorne
Der Weltcup in Lenzerheide war einmal mehr ein grossartiges Mountainbike-Fest. Tausende Fans sorgten entlang der Strecke für eine beeindruckende Atmosphäre und machten das Heimrennen zu einem besonderen Erlebnis du unverzichtbare Plattform für den Schweizer MTB-Sport. Auch wenn die Resultate am Sonntag nicht den Erwartungen entsprachen, blickt Thömus maxon mit Zuversicht auf die kommenden Rennen. In zwei Wochen steht die neue Weltcupstation in La Thuile, im italienischen Aostatal auf dem Programm.

